Trommler, Themen und Theater am Tag der offenen Tür



Die Schulband heizte am Tag der offenen Tür kräftig ein. Fotos Roland Lörzer

Weiterstadt (Lör)  Der Tag der offenen Tür zieht traditionell Menschenmassen in die Hessenwaldschule. Der Eindruck drängt sich auf, dass es Jahr für Jahr mehr werden. Die einen wollen die hochmoderne Schule bestaunen, die anderen werden von den zahlreichen Projekten, Workshops und Aktionen in den sechs Jahrgangsbereichen angelockt. Und wer wollte, konnte den ganz normalen Unterricht verfolgen. Schulleiter Markus Bürger freute sich über das riesige Interesse und hieß die zahlreichen Gäste in der Kulturhalle der "schönsten Schule Deutschlands" mit dem von Hessenwaldschülern und Studenten gedrehten Imagefilm herzlich willkommen. 
 

Schnell wurde deutlich, dass die Hessenwaldschule zu den Kulturschulen zählt: Die Hessenwaldtrommler und die Schulband von Musiklehrer Jonas Oberle bekamen begeisterten Applaus für ihre Auftritte. Die Theatergruppe von Eva Papadaki und Nina Nimbler hatte ihren ersten Auftritt mit Szenen aus der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens. Spielerisch ging es bei den Mitmach-Experimenten in Physik und Chemie zu. Im Biotrakt krochen Regenwürmer unter den Augen interessierter Zuschauer vom Licht ins Dunkel. In der Bibliothek war eine China-Ausstellung zu sehen, wurden Schriftzeichen gemalt und bunte Fäden gebunden. Die Schülerradio-Reporter fingen die Stimmung in der Kulturhalle und den Jahrgangsbereichen ein. Und, und, und.

Die Hessenwaldschule besuchen rund 640 Schüler und 50 Lehrer arbeiten hier. Sie wird immer wieder wie eine große Familie beschrieben, in der sich die Schüler besonders wohlfühlen und jeder seinen Platz findet. Der gymnasiale Zweig ist schon das vierte Jahr wieder neunjährig. Damit die Schulzweige durchlässiger werden und die Schüler mehr Zeit zum Lernen bekommen, wurde von G8 auf G9 umgestellt. 

Seit der Verleihung des Deutschen Bildungspreises 2010 ist das Interesse stark gewachsen. Auszeichnungen erhielt die Schule an der Wolfsgartenallee auch in jüngster Zeit. Erst kürzlich wurde der Ernst-Höger-Preis, der Bambi der Architekturszene, übergeben und das gewichtige Preisschild im Eingangsbereich montiert. Selbst die Jury des New Yorker Architizer-Preises zeichnete die Hessenwaldschule aus. Auch das Kollegium wurde für seine engagierte Arbeit belohnt. Seit Ende Oktober darf sich die Hessenwaldschule offiziell Kulturschule nennen und gehört damit zu den 20 Bildungseinrichtungen im Land, die erfolgreich zertifiziert wurden. Schüler waren darüber hinaus beim Entega-Wettbewerb und beim landesweiten Wettbewerb "Ohne Punkt und Komma" erfolgreich.

Das Besondere am Lernkonzept der Hessenwaldschule: Haupt- und Realschüler werden gemeinsam unterrichtet. Jeder lern- und leistungswillige Schüler hat die Chance auf die Mittlere Reife. Die Lehrer sorgen dafür, dass die Schüler natürlich lernen. Denn die Weichen an der Hessenwaldschule sind so gestellt, dass jeder den für ihn bestmöglichen Schulabschluss erreichen kann. 

Nach der zehnten Klasse entscheiden sich einige für eine Lehre, andere starten zum Abitur durch. Die Rückmeldungen von den Schulen, auf die die Hessenwaldschüler wechseln, sind durchwegs positiv. Der Übergang sowohl der Gymnasiasten als auch der Realschulabsolventen im Anschluss an die zehnte Klasse verläuft problemlos. Das bestätigten am Tag des offenen Unterrichts nicht nur die zahlreichen Ehemaligen. 


Án der Hessenwaldschule können die Schüler Englisch, Französisch, Spanisch und Chinesisch lernen. Der naturwissenschaftliche Zweig wird vom Darmstädter Unternehmen Merck unterstützt und ist dadurch hervorragend ausgestattet.

Das Ganztagsangebot greift ab 7.30 Uhr mit der Morgenbetreuung. Nachmittags gehen die gegenwärtig über 100 angemeldeten Fünft- bis Siebtklässler nach dem Essen in der Mensa bis 15.20 Uhr oder 16 Uhr - je nach Bedarf und Wunsch - in den Club und die Lerninsel.

Hausaufgabenbetreuer, Lehrer und Sozialpädagogen unterstützen die Hessenwaldschüler. Förderkurse in Mathematik, Englisch und Deutsch, geleitet von Fachlehrern, bieten die Möglichkeit, dass Lücken geschlossen werden. Angebote wie die Skateboard-AG, die Hip-Hop-AG und die Kreativwerkstatt und sportliche Kurse sorgen für die Förderung dieser Begabungen.

Im Frühjahr steht die Halfpipe für die Skater in den Pausen wieder im Mittelpunkt, die Kletterwand in der Sporthalle ist ein ganzjähriger Hit. Die beiden Automaten für kostenloses Trinkwasser werden von den Schülern ebenfalls gut angenommen. 
Im Umfeld der gut besuchten Mensa sorgten die Eltern der neuen Fünftklässler für leckeren Kuchen, Brezeln und duftenden Kaffee. Essen und Trinken hält bekanntlich Leib und Seele zusammen - das I-Tüpfelchen an diesem besonderen Tag der offenen Tür.

Weitere Eindrücke vom Tag es offenen Unterrichts finden Sie
 HIER in der Bildergalerie.


Schulleiter Markus Bürger, Fördervereinsvorsitzender Michael Eberle und Elternbeiratsvorsitzende Jessica Schöpker.












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